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Die »Freien Kräfte Uelzen« (FKU) sind eine Neonazi-Gruppierung aus Uelzen, die sich u.a. durch Flugblattverteil-Aktionen für die NPD oder Schmiereien in der Innenstadt hervortat. Die FKU stehen in enger Verbindung zu Aktionsgruppen in Gifhorn, Braunschweig und Wolfsburg.

Neonazis in Uelzen

Informationsveranstaltung zu aktuellen Erscheinungsformen und Aktivitäten der extremen Rechten im Landkreis Uelzen

Am 19. Oktober 2013 reisten knapp 150 rechte Skinheads und Neonazis nach Wellendorf, um dort ein RechtsRock-Konzert zu besuchen. Die örtliche Gemeinde und die Polizei konnten diese Veranstaltung noch rechtzeitig unterbinden.
In der Nacht vom 11. auf den 12. Oktober 2013 schmierten Unbekannte auf dem Sportplatz in Veerßen mehrere Hakenkreuze.
Im Frühjahr trat die örtliche Neonazikameradschaft „Freie Kräfte Uelzen“ verstärkt in Erscheinung. Am 11. Februar 2013 wurde eine junge Antifaschistin von zwei Neonazis angegriffen und dabei geschlagen und getreten. Im November 2012 tauchten im gesamten Innenstadtgebiet von Uelzen gesprühte Kürzel der „FKU“ und Hakenkreuze auf. Eingebunden sind die “Freien Kräfte Uelzen” in die “Freien Kräfte Niedersachsen-Ost” eine überregionale Struktur von Neonazis aus Gifhorn, Braunschweig und Wolfsburg.
Diese Geschehnisse verdeutlichen erneut, dass Neonazis auch im Landkreis Uelzen aktiv sind. Unterschiedliche Strukturen sind hier zum Teil seit Jahren verankert. RechtsRock-Konzerte fanden auch schon in den letzten Jahren regelmäßig statt. Von Seiten der Behörden oder der Polizei vernahm mensch dazu in erster Linie Schweigen oder verharmlosende Erklärungen.
Die Veranstaltung soll Einblicke in die Erscheinungsformen und Aktivitäten von Neonazis im Landkreis Uelzen geben: Was war in Wellendorf los? Welche Bands sollten dort spielen? Wer sind die „Skinheads Uelzen“? Was verbirgt sich hinter dem Kürzel „FKU“? Was ist sonst noch in der Region los?

Donnerstag, 14. November 2013
19 Uhr
Selbstorganisiertes Zentrum (SoZ)
Ringstraße 27b
Uelzen

Eine Veranstaltung des Uelzener Bündnis gegen Rechts

Hinweis: Angehörige extrem rechter Organisationen und Parteien, Teilnehmer von neonazistischen Veranstaltungen, Demonstrationen oder Konzerten haben zu dieser Veranstaltung keinen Zutritt!

“Houston, we’ve got a problem!” – Flugblatt der Jugendantifa Uelzen zu Naziaktivitäten

Seit einiger Zeit lässt sich eine Zunahme an rechten Umtrieben in den beiden Städten der niedersächsischen Provinz beobachten. Kein Grund zur Freude, wie wir finden!

Uelzen – eine neue Naziszene etabliert sich

In der Nacht des 13. auf den 14. November 2012 wurde das „Selbstorganisierte Zentrum“ (SoZ) in Uelzen mit neonazistischen Graffiti beschmiert. Zudem wurden an dem explizit linken Projekt mehrere Aufkleber mit rechten Inhalten angebracht. Damit jedoch nicht genug: In der gesamten Innenstadt wurden in besagter Nacht mehrere hundert Aufkleber verklebt und diverse Male das Kürzel „FKU“ (Freie Kräfte Uelzen) an Häuserwände und auf Straßen gesprayt. Bei dem Begriff der „Freien Kräfte“ handelt es sich um eine oft verwendete Selbstbezeichnung neonazistischer Kameradschaften. Zunächst gab es allerlei Verwirrung durch Polizei und Presse, die behauptet hatten, dass es „keine organisierte rechte Szene“ in Uelzen gäbe. Aufgrund der Inhalte der Aufkleber und der verwendeten Schriftzüge ist ein neonazistischer Hintergrund der Taten mehr als offensichtlich.

Zudem traten die „Freien Kräfte Uelzen“ bereits in der Vergangenheit mehrmals in Erscheinung, etwa durch das Verteilen von NPD-Werbematerial. Kurze Zeit später tauchte dann auch eine Internetpräsenz der FKU auf, in der gegen MigrantInnen und „Nicht-Deutsche“ gehetzt wurde – Inzwischen ist diese Seite jedoch wieder offline. Mittlerweile ist es also mehr als offensichtlich, dass sich eine Nazi-Kameradschaft konstituiert hat und öffentlich in Erscheinung tritt.

Neben dem Personenkreis der den „Freien Kräften Uelzen“ zuzuordnen ist gibt es in Uelzen auch weitere aktive Neonazis – und das seit langem. Beispielhaft dafür sind die NPD-Kundgebung im Zuge der Landtagswahl 2013 an der auch Uelzener Neonazis teilnahmen und rechtsradikale Konzerte, wie zuletzt im Juni 2011 in Ebstorf.

Den ganzen Text lesen auf www.antifa-uelzen.org

PM: Angriff auf Uelzener Antifaschistin

Am Montagabend, dem 11.02.2013 wurde eine junge Frau, die seit mehreren Jahren in Uelzen und Umgebung antifaschistisch aktiv ist, von drei Neonazis angegriffen.

Die Antifaschistin befand sich auf dem Weg aus der Innenstadt in die Lindenstraße, wo sie auf Höhe der DRK-Kindertagsstätte von den drei Männern mit “Ey Antifa!” angesprochen wurde. Nachdem sie versuchte zu flüchten, wurde sie von den drei Faschisten auf den Boden geworfen und mehrmals in Bauch und Unterleib getreten. Der Angriff wurde von Beleidigungen und Drohungen wie, “da könnt ihr mal sehen, was mit linkem Pack passiert” begleitet. Weiterlesen

[AZ] „Freie Kräfte markieren ihr Revier“

„Freie Kräfte markieren ihr Revier“

Die rechten Schmierereien, die Mitte November in Uelzen zu entdecken waren, sind mittlerweile wieder aus dem Stadtbild verschwunden. Für „Das Bündnis gegen Rechts“, die „Jugendantifa Uelzen“ und den Kreisverband der Linken steht jedoch fest, diese Tat dürfe nicht in Vergessenheit geraten. Denn:

Die Geschehnisse sind nach Auffassung der drei Gruppen „Ausdruck eines organisierten Handelns“.

Zur Erinnerung: In der Nacht zum 14. November hatten Unbekannte an elf Plätzen Hakenkreuze und den Schriftzug „FKU – Freie Kräfte Uelzen“ auf Straßendecken und Fassaden gesprüht. Die Polizei ermittelt seit dieser Zeit, der Verfassungsschutz ist eingebunden. Wie Polizeisprecher Kai Richter nach der Tat gegenüber der AZ sagte, gäbe es zwar einzelne Personen in der Uhlenköperstadt, die dem rechten Spektrum zuzuordnen seien, aber keine organisierte Szene. Und: „Es gibt keine Kameradschaften, die offen in Uelzen agieren.“ Weiterlesen

[AZ] Rechte Schmierereien

Polizei ermittelt gegen Sprayer / Erste Hinweise aus der Bevölkerung

Die Polizei hat Ermittlungen gegen Sprayer aufgenommen, die, wie berichtet, in der Nacht zu Mittwoch in der Uelzener Innenstadt Symbole sowie Schriftzüge auf Fahrbahndecken und Gebäude sprühten.

Wie Pressesprecher Kai Richter gestern auf AZ-Nachfrage sagte, sei auch der Staatsschutz eingebunden, weil eine politisch motivierte Tat angenommen werden müsse. „Es wurden auch Hakenkreuze aufgesprüht“, so Richter. Damit ermittle die Polizei nicht nur wegen Sachbeschädigung, sondern auch wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. Auch der Schriftzug „FKU – Freie Kräfte Uelzen“, der unter anderem in der Mühlenstraße zu finden war, deute auf eine politische Tat hin. „Gruppen, die sich beispielsweise Freie Kräfte Celle oder Braunschweig nennen, sind dem rechten Lager zuzuordnen“, erläuterte Richter weiter. Die Polizei geht derzeit Hinweisen aus der Bevölkerung nach. In der Nacht zu Mittwoch seien, so Richter, drei Männer in der Mühlenstraße beobachtet worden, die sich auffallend verhalten hätten. Mögliche Zeugen für die Schmierereien suchen die Beamten noch. Hinweise können an die Polizei in Uelzen unter Telefon (0581) 93 00 gegeben werden.

Quelle: http://www.az-online.de/lokales/landkreis-uelzen/uelzen/uelzen-graffitti-rechtsradikal-2620645.html

Bilderserie: Rechte Schmierereien der »Freie Kräfte Uelzen«

PM: Organisierte rechte Szene in Uelzen

Schmiereien der »Freien Kräfte Uelzen« in der Fußgänger_innen Zone

Schmiereien der »Freien Kräfte Uelzen« in der Fußgänger_innen Zone

Stellungnahme zu dem Artikel „Müllcontainer für braune Gedanken“ In der Allgemeinen Zeitung vom 21. November 2012

Wir, drei antifaschistische Gruppen aus dem Landkreis Uelzen, möchten der in dem Artikel aufgestellten Behauptung, es gäbe „keine organisierte rechte Szene“ in Uelzen, entschieden widersprechen.

In den letzten Tagen konnten mehrfach eindeutig neonazistische Handlungen im Stadtgebiet Uelzen beobachtet werden. Zuletzt das Sprayen des Schriftzugs „FKU“ („Freie Kräfte Uelzen“) an mehreren zentralen Orten in und um die Innenstadt, sowie über hundert Aufkleber mit extrem rechten Motiven und Parolen, welche ebenfalls in und um die Innenstadt überall zu finden waren und sind. Die AZ meldete zunächst, die Bedeutung der Sprayereien sei nicht bekannt. Weiterlesen

»Freie Kräfte Uelzen« mit eigener Internetseite

Unter der Überschrift “Nationalist wird man nicht aus Hass auf andere Völker sondern aus Liebe zum eigenen Land” veröffentlichen die »Freien Kräfte Uelzen« seit dem 21. März 2012 eine eigene Internetseite. Die »Freien Kräfte« kündigen an “für den Bereich Uelzen und Überregional auf dem Laufenden zu halten” – bis auf einige Links zu Internetseiten von “Aktionsgruppen” aus Gifhorn und Wolfsburg ist allerdings nicht viel zu finden.

Screenshot: Internetseite der »Freie Kräfte Uelzen«

Die Internetseite der »Freie Kräfte Uelzen«